Hypermedia-Modell zu Goethes Höhen der alten und neuen Welt

Der Chimborazo

Humboldt  und der Chimborazo

Alexander von Humboldt bestieg während seiner Reise durch Süd- und Mittelamerika mehrere hohe Vulkane und näherte sich am 23. Juni 1802 dem Gipfel des Chimborazo (6310 m), der als höchster Berg der Welt galt, mit zwei Gefährten bis auf wenige hundert Höhenmeter. Humboldt berechnete nach dem Barometerstand eine Höhe von 5880 m. Der Abstieg in dichtem Schneetreiben und ohne bergtaugliche Ausrüstung wird zur Qual. – Spätere Nachprüfungen ergaben, dass Humboldt nur etwa 5350 m erreicht haben kann und damit noch weit vom Gipfel entfernt war. Seine Leistung bleibt trotzdem beeindruckend.

"Unser Aufenthalt in dieser Höhe war einer der düstersten und traurigsten. Wir waren in einen Nebel gehüllt, der uns in Abständen die Abgründe erblicken ließ, die uns umgaben. Kein lebendes Wesen, nicht einmal der Condor, der am Antisana über unsern Köpfen schwebte, belebte die Lüfte. . . Wir taten gut daran, hinabzusteigen. Kaum befandne wir uns auf einer Höhe von 2900 Toisen (5800 m), als es zuerst zu hageln begann, und 300 Toisen tiefer zu schneien, aber mit einer Heftigkeit, dass in weniger als 20 Minuten mehr als 10-20 Zoll Schnee fielen. Wir trugen kleine Stiefel, einfache Kleidung, waren ohne Handschuhe ( man kennt sie hier kaum); man möge urteilen, wie uns zumute war. Die Hände blutig, in jedem Augenblick mit eienm kranken, mit Geschwüren bedeckten Fuß gegen spitze Felsen stoßend, gezwungen, jeden Schritt zu berechnen, da man den von Schnee bedeckten Weg nicht mehr sah - so war meine wenig vergnügliche Lage." 
Reise auf dem Rio Magdalena, durch die Anden und Mexico

Der Chimborazo, gesehen von der Ebene von Tapias, nach einer Zeichnung von Humboldt

 

Links:

Exploring Ecuador  

Humboldts Lebensdaten und Reiseroute

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